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DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY

von Oscar Wilde

Fotos © Julia Sang Nguyen

PRESSESTIMMEN

“SLAPSTICK UND LEIDENSCHAFT"

"Tristan Linder sprüht vor Ideen. Er nimmt den Stoff ernst und doch wirkt der Abend leicht, wie aus dem Augenblick heraus improvisiert. Es gibt bezaubernde Slapstickmomente, daneben zu Herzen gehende Szenen, die nie "das Leben" sein wollen, sondern immer: Spiel. Christoph Jöde, Henni Jörissen, Yorck Dippe und Christiane von Poelnitz, die alle mit großer Leidenschaft dabei sind, sind jederzeit Schauspielerin, Schauspieler, die immer wieder die Rollen wechseln. Dabei läuft die Story wie geschmiert."

NDR

"Tristan Linder fängt den Geist von Wildes Roman ein und überträgt ihn unverkrampft in unsere Zeit. Konsumhölle, Schönheitswahn, ewige Jugend, die Themen sind da. Und die romantische Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Linder gelingt ein Abend mit einer ganz eigenen Aura. Von diesem Regisseur möchte man unbedingt noch viel sehen."

NDR

"Man fühlt sich gemeint, und damit hat die Inszenierung ihr Ziel erreicht. Denn der Abend deckt den in unseren von Krisen und Konflikten behafteten Zeiten verbreiteten Eskapismus auf, in dem sich manche lieber mit der Jagd nach ewiger Jugend und Konsum betäuben, als sich mit den drängenden Fragen einer Welt am Abgrund zu beschäftigen oder gar für eine bessere zu engagieren. Die Inszenierung führt Oscar Wildes Klassiker so gut durchdrungen und überlegt vor Augen, dass kein Zweifel daran besteht, dass er unmittelbar sehr viel mit uns zu tun hat. 

Hamburger Abendblatt

Linder geht unerschrocken und frisch an diese gerade einmal 90minütige pausenlose Inszenierung. Mit „Das Bildnis des Dorian Gray“, seiner ersten Inszenierung am Schauspielhaus, hat er sich eine Visitenkarte geschaffen, die sich sehen lassen kann.

theaterzeithamburg.de

DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY
von Oscar Wilde

Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Malersaal
Premiere am 20.03.2026


MIT  Yorck Dippe, Christoph Jöde, Henni Jörissen, Christiane von Poelnitz

REGIE Tristan Linder
BÜHNE Anna Satu Kaunisto
KOSTÜME Lena Rickenstorf
MUSIK Alexander Schweiß

DRAMATURGIE Matthias Günther
LICHT Björn Salzer
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Das Schulterzucken ist zurück. Klimakrise, soziale Ungleichheit, politische Instabilität – man kennt den Abgrund, doch statt Widerstand dominieren Weltverdrossenheit, hemmungslose Selbstinszenierung, Ironie und die Feier der schönen Dinge. Was ist da los? Vielleicht bietet Oscar Wildes Kultroman eine Antwort. »Das Bildnis des Dorian Gray« besticht durch hinreißende Eleganz – das Buch ebenso wie seine Titelfigur, zumindest auf den ersten Blick. „Alle Kunst ist zugleich Oberfläche und Symbol. Wer unter die Oberfläche geht, tut es auf eigene Gefahr“, warnt Wilde in der Vorrede seines Romans. Genau darum geht es: um das Abtauchen zwischen die Zeilen, hinter die Worte. Was lässt sich dort entdecken?

Bleibt Hemmungslosigkeit wirklich ohne Konsequenzen? Oder wie ist es zu deuten, dass Dorian Gray so schamlos seinen Weg geht? Warum hat er seinen moralischen Kompass verloren? Ist er – über die Zeiten hinweg – eine Spiegelfigur unserer Gegenwart, die mehr über unsere eigenen Begierden verrät, als uns lieb ist? Der Maler des Porträts jedenfalls will das Bild nicht ausstellen: „Ich habe zu viel von mir selbst hineingebracht“, sagt er. Was lässt ihn zögern? Und was ist es, das diesem Werk seine unheimliche Zeitlosigkeit verleiht?

https://schauspielhaus.de/stuecke/das-bildnis-des-dorian-gray

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