top of page

DER GOTT DES GEMETZELS

von Yasmina Reza

Fotos © Krafft Angerer

PRESSESTIMMEN

“Tristan Linder gelingt nicht nur eine handwerklich rundum gelungene und zudem höchst vergnügliche Inszenierung, er trotzt dem allzu bekannten Stoff auch eine eigene Note ab.”

„Die Erzählung von der herzlosen Hamsterabschiebung ist nur einer von vielen, die eigentliche Handlung illuminierenden Nebensträngen, die Yasmina Reza kunstvoll in ihr böses Kammerspiel „Der Gott des Gemetzels“ eingeflochten hat. Doch in der Inszenierung des modernen Klassikers, die Tristan Linder für das Schauspiel Köln übernommen hat, erfährt Knusperinchen späte Gerechtigkeit. Alttestamentarische Gerechtigkeit.“

Kölner Stadtanzeiger

“Der junge Regisseur Tristan Linder beweist ein gutes Gespür für alle Facetten des Stückes. Er hat alles im Blick: die Komik, die Abgründe, Menschen in all ihrer schockierenden, aber irgendwie auch verständlichen Erbärmlichkeit..”

Bonner Generalanzeiger

DER GOTT DES GEMETZELS
von Yasmina Reza

Schauspiel Köln
Depot 1
Premiere am 27.01.2023


MIT Alexander Angeletta, Lola Klamroth, Jörg Ratjen, Sabine Waibel


REGIE Tristan Linder
BÜHNE Sebastian Bolz
KOSTÜM & MITARBEIT BÜHNE Lucie Hedderich

MUSIK Alexander R. Schweiss

DRAMATURGIE Sarah Lorenz
LICHT Michael Frank

Zwei 11-Jährige prügeln sich auf dem Schulhof, der eine schlägt mit dem Stock zu, der andere verliert zwei Schneidezähne. Unter zivilisierten Leuten, wie es die Eltern sind, spricht man die Sache gemeinsam durch. So beraten Alain und Annette mit Véronique und Michel bei einem Kaffee, wie man pädagogisch richtig auf Ferdinand (den Täter) und Bruno (das Opfer) einwirkt, so konsensbemüht und politisch korrekt, wie es sich heutzutage in der westlichen Gesellschaft gehört. Doch plötzlich brechen sich archaischere Impulse Bahn. Von Sticheleien zu Wortgefechten, von Verbalhandeln zu Handgreiflichkeiten, der Nachmittag degeneriert zur Saalschlacht. Mit diabolischem Humor und erbarmungsloser Treffsicherheit spießt Yasmina Reza in ihrem Stück die moderne bürgerliche Gesellschaft auf, die hin- und hergerissen ist zwischen aufgeklärtem Gutmenschentum und allzumenschlichem, egoistischem Konkurrenzkampf. So verbindlich und watteweich wir uns auch geben mögen, am Ende behält einer die Oberhand: Der Gott des Gemetzels.

https://www.schauspiel.koeln/archiv/archiv-produktionen/d/der-gott-des-gemetzels/

bottom of page